Kaufnebenkosten-Rechner 2026
Du gibst Kaufpreis, Bundesland und Darlehen ein und siehst, was zum Kaufpreis noch dazukommt.

Zuletzt geprüft:
Bei 300.000 € Kaufpreis in Nordrhein-Westfalen kommen 23.938,70 € Kaufnebenkosten dazu, ohne Maklerprovision.
23.938,70 €
Das sind 7,98 % des Kaufpreises. Zusammen mit dem Kaufpreis sind das 323.938,70 €. Die Seite für Nordrhein-Westfalen
| Grunderwerbsteuer (6,5 %) | 19.500 € |
|---|---|
| Notar: Kaufvertrag | 2.290,75 € |
| Notar: Grundschuld | 660,45 € |
| Grundbuch: Eigentumsumschreibung | 635 € |
| Grundbuch: Vormerkung | 317,50 € |
| Grundbuch: Grundschuld | 535 € |
| Summe | 23.938,70 € |
Rechenweg
- Grunderwerbsteuer: 300.000 € × 6,5 %, auf volle Euro abgerundet.
- Notar für den Kaufvertrag: 1.905 € an Gebühren (Beurkundung mit dem Satz 2,0, Vollzug 0,5 und Betreuung 0,5 aus der Gebührentabelle B), dazu 20 € Pauschale und 365,75 € Umsatzsteuer.
- Grundbuchamt: Eigentumsumschreibung mit dem Satz 1,0 und Vormerkung mit 0,5 aus der Gebührentabelle B.
- Grundschuld über 240.000 €: Notar mit dem Satz 1,0 plus Pauschale und Umsatzsteuer, Grundbuchamt mit 1,0.
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Was dieser Rechner macht
Der Rechner zeigt dir, was du beim Kauf einer Immobilie zusätzlich zum Kaufpreis bezahlen musst. Er hilft Käufern, die für die Finanzierung wissen müssen, wie viel Eigenkapital allein für die Nebenkosten draufgeht. Du gibst Kaufpreis, Bundesland, die Höhe deines Darlehens und, falls du einen Makler hast, dessen Provision ein. Heraus kommen die Summe, ihr Anteil am Kaufpreis und eine Aufstellung nach Grunderwerbsteuer, Notar und Grundbuchamt mit Rechenweg. Die Provision wird nicht geschätzt, weil sie in keinem Gesetz steht, du trägst sie selbst ein. Nicht eingerechnet sind Gebühren deiner Bank, Gutachten und die Löschung alter Grundschulden. Kaufpreise über 3.000.000 € rechnet der Rechner nicht, weil die hinterlegte Gebührentabelle dort endet.
Was zu den Kaufnebenkosten gehört
Beim Immobilienkauf kommen vier Posten zum Kaufpreis dazu: Grunderwerbsteuer, Notar, Grundbuchamt und gegebenenfalls ein Makler. Bis auf den Makler sind alle gesetzlich festgelegt. Du brauchst das Geld zusätzlich zum Eigenkapital für den Kaufpreis.
Ein Beispiel mit 300.000 € Kaufpreis und 240.000 € Darlehen
Im günstigsten Land (Bayern, 3,5 %) kommen 14.938,70 € zusammen, nämlich 10.500 € Steuer, 2.951,20 € Notar und 1.487,50 € Grundbuchamt. Beim höchsten Satz (6,5 %) sind es 23.938,70 €. Der Unterschied von 9.000 € kommt allein aus der Steuer.
Zum Rechenweg bei Notar und Grundbuchamt: Die Gebührentabelle B des Gerichts- und Notarkostengesetzes nennt für 300.000 € eine Grundgebühr von 635 €. Der Notar rechnet für den Kaufvertrag das Dreifache davon (Beurkundung 2,0, Vollzug 0,5 und Betreuung 0,5), dazu 20 € Pauschale und 19 % Umsatzsteuer. Das Grundbuchamt nimmt die einfache Grundgebühr für die Eigentumsumschreibung und die halbe für die Vormerkung.
Warum die Grunderwerbsteuer den Unterschied macht
Notar und Grundbuchamt rechnen nach einem Bundesgesetz und kosten überall dasselbe. Die Grunderwerbsteuer legen die Länder selbst fest, derzeit zwischen 3,5 % und 6,5 %. Bei 300.000 € Kaufpreis sind das 9.000 € Unterschied. Die Tabelle weiter unten zeigt die Nebenkosten für jedes Land.
Die Maklerprovision
Die Höhe der Provision steht in keinem Gesetz, wohl aber, wer sie zahlt. Bei Wohnung und Einfamilienhaus müssen beide Seiten gleich viel zahlen, wenn der Makler für beide arbeitet (§ 656c Bürgerliches Gesetzbuch). Hat nur eine Seite den Makler beauftragt, darf sie der anderen höchstens die Hälfte weitergeben (§ 656d). Im Rechner trägst du den Satz aus deinem Vertrag ein, als Prozent des Kaufpreises einschließlich Umsatzsteuer.
Notar und Grundbuchamt sind überall gleich teuer
Der Notar berechnet für den Kaufvertrag drei Gebühren: die Beurkundung (2,0-fache Grundgebühr), den Vollzug (0,5) und die Betreuung (0,5). Das Grundbuchamt verlangt eine volle Grundgebühr für die Eigentumsumschreibung und eine halbe für die Auflassungsvormerkung. Finanzierst du über eine Bank, kommt die Grundschuld dazu. Ohne Darlehen fällt dieser Teil weg. Alle Gebühren richten sich nach demselben Bundesgesetz, deshalb zahlst du bei gleichem Kaufpreis in jedem Land dasselbe.
Typische Fehler bei der Planung
Diese Fehler fallen oft erst beim Notartermin auf:
- Die Maklerprovision vergessen: Sie steht in keiner Gesetzestabelle, sondern im Maklervertrag. Jedes Prozent von 300.000 € sind 3.000 €.
- Die Nebenkosten fest in die Finanzierung einplanen: Ob die Bank sie mitfinanziert, entscheidet sie im Einzelfall.
- Mit dem Kaufpreis aus dem Exposé rechnen, obwohl Möbel oder eine Küche enthalten sind. Wie sich das auf die Steuer auswirkt, klärst du vor der Beurkundung mit dem Notar.
- Bank- und Gutachterkosten übersehen: Sie sind hier nicht eingerechnet.
Nächste Schritte
Rechne das Eigenkapital aus: Kaufpreis minus Darlehen plus Nebenkosten. Frag deine Bank, ob sie Teile der Nebenkosten mitfinanziert. Schau dann in den Einzelrechnern nach, woraus sich die größten Posten zusammensetzen, die Grunderwerbsteuer und die Notarkosten.
Was der Rechner nicht abdeckt
Der Rechner arbeitet mit diesen Annahmen:
- Als Wert für die Gebühren gilt der Kaufpreis (§ 47 Gerichts- und Notarkostengesetz). Liegt der Verkehrswert der Immobilie höher, gilt dieser, das berücksichtigt der Rechner nicht.
- Beim Notar rechnet der Rechner für den Kaufvertrag die Beurkundung (Satz 2,0), den Vollzug (0,5) und die Betreuung (0,5). Die Sätze werden mit der Gebührentabelle B des Gesetzes multipliziert.
- Beim Grundbuchamt rechnet er die Eigentumsumschreibung (Satz 1,0), auf Wunsch die Auflassungsvormerkung (0,5) und für das Darlehen die Grundschuld (1,0).
- Für die Grundschuld kommen beim Notar die Beurkundung (Satz 1,0, mindestens 60 €) sowie eine Pauschale mit Umsatzsteuer dazu.
- Nicht enthalten sind Kopier- und Gerichtsauslagen, Kosten für die Löschung alter Grundschulden, Gutachten, Gebühren der Bank für die Finanzierung und die Maklerprovision, die du im Rechner selbst einträgst.
Kaufnebenkosten nach Bundesland bei 300.000 €
Gerechnet mit einem Darlehen über 240.000 € und mit Vormerkung, aber ohne Makler. Die Länder stehen nach ihrem Grunderwerbsteuersatz geordnet.
| Bundesland | Steuersatz | Nebenkosten | Anteil |
|---|---|---|---|
| Bayern | 3,5 % | 14.938,70 € | 4,98 % |
| Baden-Württemberg | 5,0 % | 19.438,70 € | 6,48 % |
| Niedersachsen | 5,0 % | 19.438,70 € | 6,48 % |
| Rheinland-Pfalz | 5,0 % | 19.438,70 € | 6,48 % |
| Sachsen-Anhalt | 5,0 % | 19.438,70 € | 6,48 % |
| Thüringen | 5,0 % | 19.438,70 € | 6,48 % |
| Bremen | 5,5 % | 20.938,70 € | 6,98 % |
| Hamburg | 5,5 % | 20.938,70 € | 6,98 % |
| Sachsen | 5,5 % | 20.938,70 € | 6,98 % |
| Berlin | 6,0 % | 22.438,70 € | 7,48 % |
| Hessen | 6,0 % | 22.438,70 € | 7,48 % |
| Mecklenburg-Vorpommern | 6,0 % | 22.438,70 € | 7,48 % |
| Brandenburg | 6,5 % | 23.938,70 € | 7,98 % |
| Nordrhein-Westfalen | 6,5 % | 23.938,70 € | 7,98 % |
| Saarland | 6,5 % | 23.938,70 € | 7,98 % |
| Schleswig-Holstein | 6,5 % | 23.938,70 € | 7,98 % |
Fragen und Antworten
Wie viel Prozent vom Kaufpreis sind die Kaufnebenkosten?
Bei 300.000 € Kaufpreis und 240.000 € Darlehen zwischen 4,98 % in Bayern und 7,98 % in Schleswig-Holstein, jeweils ohne Makler. Mit einer Provision kommen entsprechend mehr Prozentpunkte dazu.
Wie hoch sind die Kaufnebenkosten beim Immobilienkauf?
Bei 300.000 € Kaufpreis und 240.000 € Darlehen liegen sie je nach Bundesland zwischen 14.938,70 € in Bayern und 23.938,70 € in Schleswig-Holstein und anderen Ländern mit 6,5 %. Eine Maklerprovision ist darin nicht enthalten.
Welcher Posten ist am größten?
In den Beispielrechnungen auf dieser Seite ist es in jedem Bundesland die Grunderwerbsteuer. Notar und Grundbuchamt zusammen liegen darunter. Eine Maklerprovision kommt je nach Vertrag dazu.
Sind Notar- und Grundbuchkosten überall gleich?
Ja. Sie richten sich nach dem Gerichts- und Notarkostengesetz und hängen nur vom Kaufpreis und vom Darlehensbetrag ab, nicht vom Bundesland.
Muss ich die Nebenkosten aus eigener Tasche zahlen?
Sie kommen zusätzlich zum Kaufpreis dazu. Ob deine Bank sie mitfinanziert, entscheidet sie im Einzelfall, frag dort nach.
Wer zahlt den Makler?
Bei Wohnungen und Einfamilienhäusern teilen sich Käufer und Verkäufer die Provision zu gleichen Teilen, wenn der Makler für beide arbeitet (§ 656c Bürgerliches Gesetzbuch).
Wie viel Eigenkapital brauche ich beim Hauskauf?
Die Nebenkosten (bei 300.000 € zwischen 14.938,70 € und 23.938,70 €) plus den Teil des Kaufpreises, den die Bank nicht finanziert. Bei einem Darlehen über 80 % sind das zusätzlich 60.000 €.
Woher die Zahlen kommen
Stand: 20.10.2026Die Maklerprovision trägst du selbst ein, übliche Sätze je Land sind nicht hinterlegt, weil es dafür keine amtliche Quelle gibt.
Gesetze und amtliche Quellen
- Kostenverzeichnis: Gerichts- und Notarkostengesetz Anlage 1 (Kostenverzeichnis): Nr. 21100, 21200, 22110, 22200, 14110, 14121, 14150, 32005, 32014
- Wertgebühren: § 34 Gerichts- und Notarkostengesetz, Wertgebühren (Tabelle B, Rundung auf Cent, Mindestgebühr 15 Euro)
- Gebührentabelle B: Gerichts- und Notarkostengesetz Anlage 2 (zu § 34 Absatz 3): Gebührentabellen A und B bis 3 Mio. Euro (BGBl. 2025 I Nr. 109, S. 18)
- Geschäftswert Kauf: § 47 Gerichts- und Notarkostengesetz, Sache bei Kauf (Kaufpreis, mindestens Verkehrswert)
- Geschäftswert Grundschuld: § 53 Gerichts- und Notarkostengesetz, Grundpfandrechte (Wert = Nennbetrag der Schuld)
Weitere Quellen (10)
- Geschäftswert Vollzug: § 112 Gerichts- und Notarkostengesetz, Geschäftswert für den Vollzug
- Umsatzsteuer: § 12 Abs. 1 Umsatzsteuergesetz, Regelsteuersatz 19 Prozent
- Makler: §§ 656c, 656d Bürgerliches Gesetzbuch, Maklerlohn beim Kauf von Wohnung oder Einfamilienhaus (gleiche Höhe für beide Parteien)
- Steuersatz Bayern: § 11 Abs. 1 Grunderwerbsteuergesetz (Steuersatz 3,5 Prozent; Bayern hat keinen eigenen Satz festgelegt) (geprüft am 20.10.2026)
- Steuersatz Thüringen: Gesetz- und Verordnungsblatt für den Freistaat Thüringen, Nr. 12 vom 29.09.2023, S. 271 (Zweites Gesetz zur Änderung des Thüringer Gesetzes über die Bestimmung des Steuersatzes bei der Grunderwerbsteuer vom 22.09.2023) (geprüft am 20.10.2026)
- Steuersatz Bremen: Gesetzblatt der Freien Hansestadt Bremen, Nr. 9 vom 05.02.2025, § 1 und § 2 (Zweites Gesetz zur Änderung des Gesetzes über die Festsetzung des Steuersatzes für die Grunderwerbsteuer) (geprüft am 20.10.2026)
- Steuersatz Hamburg: Hamburgisches Gesetz- und Verordnungsblatt, Nr. 16 vom 15.03.2022, S. 174 (Gesetz zur Änderung des Gesetzes über die Festsetzung des Steuersatzes bei der Grunderwerbsteuer vom 08.03.2022) (geprüft am 20.10.2026)
- Steuersatz Sachsen: Sächsisches Grunderwerbsteuersatzgesetz (SächsGrEStSatzG), Fassung vom 01.01.2023, REVOSax (geprüft am 20.10.2026)
- Steuersatz Hessen: Gesetz- und Verordnungsblatt für das Land Hessen, Nr. 13 vom 28.07.2014, S. 179 (Gesetz zur Änderung des Gesetzes über die Festsetzung des Steuersatzes für die Grunderwerbsteuer vom 16.07.2014) (geprüft am 20.10.2026)
- Steuersatz Brandenburg: Gesetz über die Festsetzung des Steuersatzes für die Grunderwerbsteuer (Brandenburg), vom 29.11.2010, GVBl.I/10 Nr. 40, geändert durch Gesetz vom 23.06.2015, GVBl.I/15 Nr. 16, aktuelle Fassung im Landesrecht Brandenburg (bravors) (geprüft am 20.10.2026)
Zweitquellen
Sie bestätigen die Zahl, sind aber keine Rechtsgrundlage.
- Steuersatz Baden-Württemberg, Niedersachsen, Rheinland-Pfalz, Sachsen-Anhalt und 5 weitere: Zweitquelle: Deutscher Bundestag, Wissenschaftliche Dienste, WD 4 - 3000 - 115/20, Aufstellung der Landesgesetze zum Grunderwerbsteuersatz (Stand 15.10.2020)
Wie die Rechner arbeiten und wie die Daten gepflegt werden: Über die Rechner.
Orientierung, keine Beratung. Der Rechner ersetzt weder Steuer- noch Rechtsberatung. Verbindlich sind ausschließlich die Festlegungen von Finanzamt, Notar, Gericht oder Vertrag. Die Ergebnisse sind ohne Gewähr.