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Kaufnebenkosten Hessen 2026

Nebenkosten beim Immobilienkauf berechnen, mit Rechenweg und Vergleich der Länder.

Kurzantwort: In Hessen kommen zum Kaufpreis die Grunderwerbsteuer von 6,0 % sowie Notar und Grundbuch dazu. Bei 300.000 € und ohne Makler sind das 22.438,70 €.

Zuletzt geprüft:

Die Grundschuld sichert die Bank im Grundbuch ab. Leer lassen, wenn du ohne Darlehen kaufst.

Der Anteil, den du laut Maklervertrag zahlst, einschließlich Umsatzsteuer.

Bei 300.000 € Kaufpreis in Hessen kommen 22.438,70 € Kaufnebenkosten dazu, ohne Maklerprovision.

22.438,70 €

Das sind 7,48 % des Kaufpreises. Zusammen mit dem Kaufpreis sind das 322.438,70 €.

Aufschlüsselung der Kaufnebenkosten
Grunderwerbsteuer (6,0 %)18.000 €
Notar: Kaufvertrag2.290,75 €
Notar: Grundschuld660,45 €
Grundbuch: Eigentumsumschreibung635 €
Grundbuch: Vormerkung317,50 €
Grundbuch: Grundschuld535 €
Summe22.438,70 €

Rechenweg

  1. Grunderwerbsteuer: 300.000 € × 6,0 %, auf volle Euro abgerundet.
  2. Notar für den Kaufvertrag: 1.905 € an Gebühren (Beurkundung mit dem Satz 2,0, Vollzug 0,5 und Betreuung 0,5 aus der Gebührentabelle B), dazu 20 € Pauschale und 365,75 € Umsatzsteuer.
  3. Grundbuchamt: Eigentumsumschreibung mit dem Satz 1,0 und Vormerkung mit 0,5 aus der Gebührentabelle B.
  4. Grundschuld über 240.000 €: Notar mit dem Satz 1,0 plus Pauschale und Umsatzsteuer, Grundbuchamt mit 1,0.
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Mehr dazu im Ratgeber: Baufinanzierung vergleichen

Kaufnebenkosten in Hessen

Kaufst du in Hessen eine Immobilie für 300.000 € und nimmst dafür ein Darlehen über 240.000 € auf, zahlst du ohne Makler rund 22.438,70 € zusätzlich zum Kaufpreis. Das sind 7,48 % des Kaufpreises. Davon sind 18.000 € Grunderwerbsteuer (6,0 %), 2.951,20 € gehen an den Notar und 1.487,50 € ans Grundbuchamt.

Die Grunderwerbsteuer macht in Hessen etwa 80 % der Nebenkosten aus. Notar und Grundbuchamt kosten zusammen 4.438,70 €, und das ist in jedem Bundesland gleich, weil beide nach demselben Bundesgesetz abrechnen. Unterschiedlich ist nur die Steuer.

Die Grunderwerbsteuer in Hessen

Hessen erhebt 6,0 % Grunderwerbsteuer, und zwar seit dem 01.08.2014. Davor lag der Satz bei 5,0 %. Bei 300.000 € Kaufpreis sind das 18.000 €, bei 500.000 € 30.000 €. Die Steuer wird vom Kaufpreis berechnet, nicht von den übrigen Nebenkosten, und auf volle Euro abgerundet.

Woher der Satz stammt und wie er sich entwickelt hat, steht im Grunderwerbsteuer-Rechner für Hessen.

Hessen im Vergleich mit den anderen Ländern

Gegenüber Bayern (3,5 %) kostet ein Kauf in Hessen bei 300.000 € 7.500 € mehr und bei 500.000 € 12.500 € mehr. Bis zum höchsten Satz (6,5 %) fehlen 1.500 € bei 300.000 € und 2.500 € bei 500.000 €.

Bei 500.000 € Kaufpreis und 400.000 € Darlehen kommst du in Hessen auf 36.507,20 €, das sind 7,3 % des Kaufpreises. Der Prozentanteil sinkt mit steigendem Preis ein wenig, weil Notar und Grundbuchamt langsamer teurer werden als der Kaufpreis.

Rang und Durchschnitt: Hessen im Zahlenvergleich

Nach dem Steuersatz steht Hessen auf Platz 10 von 16 (Platz 1 hat den niedrigsten Satz); 2 weitere Länder haben denselben Satz. Der Durchschnitt aller Länder liegt bei 5,6 %. Hessen liegt damit 0,4 Prozentpunkte darüber. Je 100.000 € Kaufpreis zahlst du hier 6.000 € Grunderwerbsteuer, bei 300.000 € also das Dreifache.

Die Nachbarländer von Hessen

Wer in der Grenzregion sucht, kann die Nebenkosten direkt vergleichen. Bei 300.000 € Kaufpreis, 240.000 € Darlehen und ohne Makler zahlst du im Nachbarland im Vergleich zu Hessen folgendes: Niedersachsen (5,0 %) 3.000 € weniger, Nordrhein-Westfalen (6,5 %) 1.500 € mehr, Rheinland-Pfalz (5,0 %) 3.000 € weniger, Baden-Württemberg (5,0 %) 3.000 € weniger, Bayern (3,5 %) 7.500 € weniger, Thüringen (5,0 %) 3.000 € weniger. Der Unterschied kommt allein aus der Grunderwerbsteuer. Maßgeblich ist, wo das Grundstück liegt.

Kaufnebenkosten in Hessen nach Kaufpreis

Gerechnet mit einem Darlehen über 80 % des Kaufpreises und mit Vormerkung, ohne Makler. Das Eigenkapital ist der Teil des Kaufpreises ohne Darlehen plus die Nebenkosten.

Kaufnebenkosten und Eigenkapital in Hessen für fünf Kaufpreise
KaufpreisGrunderwerbsteuerNotar und GrundbuchNebenkostenEigenkapital
200.000 €12.000 €3.087,44 €15.087,44 €55.087,44 €
300.000 €18.000 €4.438,70 €22.438,70 €82.438,70 €
400.000 €24.000 €5.418,20 €29.418,20 €109.418,20 €
500.000 €30.000 €6.507,20 €36.507,20 €136.507,20 €
750.000 €45.000 €9.214,10 €54.214,10 €204.214,10 €

Hessen und die Nachbarländer bei 300.000 €

Kaufnebenkosten bei 300.000 € in den Nachbarländern von Hessen
LandSteuersatzNebenkostenGegenüber Hessen
Niedersachsen5,0 %19.438,70 €−3.000 €
Nordrhein-Westfalen6,5 %23.938,70 €+1.500 €
Rheinland-Pfalz5,0 %19.438,70 €−3.000 €
Baden-Württemberg5,0 %19.438,70 €−3.000 €
Bayern3,5 %14.938,70 €−7.500 €
Thüringen5,0 %19.438,70 €−3.000 €

Wie sich Notar, Grundbuchamt und Makler zusammensetzen und welche Annahmen gelten, steht auf der Seite zum Kaufnebenkosten-Rechner für alle Länder.

Fragen und Antworten

Wie hoch sind die Kaufnebenkosten in Hessen?

Bei 300.000 € Kaufpreis und 240.000 € Darlehen sind es etwa 22.438,70 € ohne Makler. Davon entfallen 18.000 € auf die Grunderwerbsteuer (6,0 %).

Wie viel Prozent vom Kaufpreis sind das in Hessen?

Bei 300.000 € sind es 7,48 %, bei 500.000 € 7,3 %. Beides gilt für ein Darlehen über 80 % des Kaufpreises und ohne Makler.

Wie viel Eigenkapital brauche ich bei 400.000 € in Hessen für die Nebenkosten?

Rund 29.418,20 € ohne Makler. Der Kaufpreis selbst kommt dazu. Mit einer Provision von 3 % auf den Kaufpreis, also 12.000 €, wären es 41.418,20 €. Die 3 % sind ein Rechenbeispiel und kein üblicher Wert.

Was ist in Hessen anders als in anderen Ländern?

Nur die Grunderwerbsteuer. Notar und Grundbuchamt rechnen überall nach dem Gerichts- und Notarkostengesetz ab und verlangen bei gleichem Kaufpreis dasselbe.

Wer zahlt die Maklerprovision?

Bei Wohnungen und Einfamilienhäusern müssen sich Käufer und Verkäufer die Provision in gleicher Höhe teilen, wenn der Makler für beide arbeitet (§ 656c Bürgerliches Gesetzbuch). Hat nur eine Seite den Makler beauftragt, darf sie der anderen höchstens die Hälfte weitergeben (§ 656d).

Wie viel Eigenkapital brauche ich in Hessen bei 300.000 € Kaufpreis?

Bei einem Darlehen über 80 % brauchst du 82.438,70 €: 60.000 € für den Teil des Kaufpreises, den die Bank nicht übernimmt, und 22.438,70 € für die Nebenkosten ohne Makler. Ob die Bank die Nebenkosten mitfinanziert, entscheidet sie im Einzelfall.

Wie viel spare ich in Hessen gegenüber Bayern?

Ein Kauf in Bayern (3,5 % Grunderwerbsteuer) wäre bei 300.000 € um 7.500 € günstiger. Der Unterschied kommt allein aus der Steuer.

Woher die Zahlen kommen

Stand: 20.10.2026

Die Gebühren gelten für Beurkundungen ab dem Stand der Daten. Die Maklerprovision trägst du selbst ein, sie steht in keinem Gesetz.

Wie die Rechner arbeiten und wie die Daten gepflegt werden: Über die Rechner.

Orientierung, keine Beratung. Der Rechner ersetzt weder Steuer- noch Rechtsberatung. Verbindlich sind ausschließlich die Festlegungen von Finanzamt, Notar, Gericht oder Vertrag. Die Ergebnisse sind ohne Gewähr.

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